25.05.2011

Bildung für Alle: Mit 2.000 Lehrerinnen und Lehrern weniger?

Im Koalitionsvertrag geben sich SPD und Grüne noch forsch und schreiben, dass sie die beste Bildung für Alle wollen. Nach Ansicht der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der FDP-Opposition will das so gar nicht zu der von Finanzminister Kühl geplanten Streichung von 2.000 Lehrerstellen passen. „Lehrerstellen zu streichen, um die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, auf diese Idee muss man erst einmal kommen“, kritisierte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing.

Auch der Vorsitzende der GEW, Klaus-Peter Hammer, sprach in einer Presseerklärung von einem „falschen Signal“. Er sagte: „Wer Verbesserungen im Bildungsbereich haben möchte, und dies hatten alle Parteien in ihren Wahlprogrammen als Ziele genannt, darf in diesem Sektor keine Sparpolitik betreiben.“ Die FDP unterstützt diese Auffassung und warf der rot-grünen Landesregierung eine konzeptionslose Haushaltspolitik vor. „Rot-Grün spart in der Bildungspolitik und beim Rechtsstaat und erlaubt sich dafür die Einstellung zusätzlicher Minister“, kritisierte Wissing.

Dass es auch anders gehe, zeige das Beispiel der hessischen christlich-liberalen Koalition. „Während FDP und Union in Hessen 2.500 Stellen schaffen, meinen SPD und Grüne, in Rheinland-Pfalz auf 2.000 Lehrerinnen und Lehrerinnen verzichten zu können. Hier werden leichtfertig Zukunftschancen verspielt“, sagte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende. Die Menschen in Rheinland-Pfalz hätten sehr viel mehr von 2.000 Lehrerinnen und Lehrern als von zwei zusätzlichen Ministern, kritisierte Wissing. (Foto: (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)


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